Digitalisierung schafft Basis für Innovationssprung in der Logistik

AXIT Thesenpapier macht Auswirkungen der digitalen Transformation deutlich

Thesen Cover DE 350

Die fortschreitende Digitalisierung verhilft der Logistik zu einem Innovationssprung. So bildet die höhere Verfügbarkeit und Qualität von Daten die Grundlage für neue Services und eine bessere Vernetzung von Transportdienstleistungen. Zu diesem Ergebnis kommen führende Logistikmanager in einem Thesenpapier, das der zum Siemens Konzern gehörende IT-Dienstleister AXIT jetzt herausgegeben hat.

Höhere Lieferzuverlässigkeit, bessere Auslastung von Frachtraum, agilere Disposition von Warensendungen: Die Digitalisierung der in weiten Teilen noch konservativ per Telefon, Fax und E-Mail gesteuerten Logistikwelt wird den  Branchenunternehmen neue Handlungsfelder eröffnen. So beschreibt das Papier in zehn Thesen, inwieweit die Disruption bestehende Geschäftsmodelle und Dienstleistungen in Transport und Logistik beeinflussen wird.

„Die Digitalisierung schafft eine neue Infrastruktur für kürzere Wege in der Zusammenarbeit von Herstellern, Kunden und Logistikdienstleistern“, kommentiert Holger Schmitt, CEO der AXIT GmbH, die in dem Papier beschriebenen Auswirkungen der digitalen Transformationen auf Geschäftsprozesse. „Statt in abgekapselten IT-Systemen zu arbeiten, können alle Beteiligten über einen digitalen Prozess verbunden werden, der eine bessere Zusammenarbeit ermöglicht.“

Doch darin liege für die Branchenunternehmen gleichzeitig eine Herausforderung: Um an den technologischen Möglichkeiten einer durchgehenden Vernetzung partizipieren zu können, müssten sich Denk- und Handlungsweisen in der Logistik verändern: „Daten sind das neue Gold. Aber wenn jeder Goldgräber seine Daten nur für sich nutzt und mit niemandem teilen will, ist das Gold nichts wert“, heißt es in einer der Thesen, die in dem mehrseitigen Papier eingehend beleuchtet werden. „Um Mehrwerte zu erschließen, die sich aus einer neuen, digitalisierten Datenbasis ergeben, müssen sich Unternehmen öffnen und bereit sein, ihre Daten zu teilen“, so Schmitt.

Auch die Datenqualität sei derzeit für viele Unternehmen noch ein Hindernis, um die Vorteile einer digitalen Supply Chain für sich nutzen zu können. „Daten sind oft unvollständig und sehen – abhängig von ihrem Quellsystem – für ein und dieselben Sendung oft unterschiedlich aus“, lautet eine Feststellung der Experten.

Das AXIT-Thesenpapier „Die digitale Supply Chain – 10 Thesen aus der Praxis“ kann kostenlos heruntergeladen werden unter www.axit.de/10-thesen.

 

Cloud sorgt für höhere Lieferservicequalität in der Industrie

Unternehmen profitieren von Automatisierung logistischer Abläufe

2017 04 10 AXIT PraxisForum 2017 350

Unternehmen aus der Industrie profitieren vom digitalen Wandel. Besonders logistische Prozesse gewinnen mehr Transparenz und eine verbesserte Kommunikation. Das machten Logistikmanager auf dem 16. PraxisForum Logistik des Cloud-Spezialisten AXIT deutlich.

Hervorgehoben wurde beispielsweise für die besonderen Belange der Projektlogistik die hohe Verfügbarkeit, der einfache Zugang zu logistischen Daten sowie Informationen über ortsunabhängige, Cloud-basierte Systeme. „Je schneller eine Information ankommt, desto mehr gewinnt sie an Wert“, machte Markus Ziegler, Senior Manager Distribution Logistics bei der Dürr Systems AG, deutlich.

Das Unternehmen, das weltweit Lackieranlagen für die Automobilindustrie baut und vor Ort montiert, sei auf Baustellen darauf angewiesen, Equipment und Ressourcen für Sondertransporte von überdimensionalen Anlagenmodulen punktgenau zusammenzuführen. „Die Cloud ermöglicht durch die lückenlose Abbildung der Lieferkette eine bessere Servicequalität“, machte der Logistikmanager vor über 100 Teilnehmern des PraxisForums deutlich.

Auch der Siemens Geschäftsbereich Transmission Solutions will in Großprojekten von einer überall einsetzbaren IT-Lösung, die „easy to use“ sei und die Komplexität der Logistik deutlich reduzieren könne, profitieren. So setzt der Konzern beim weltweiten Bau von Anlagen zur Energieverteilung und Stromversorgung, bei der vom Kabelbinder bis zum 350 Tonnen schweren Transformator alles transportiert wird, auf das digitale Management von Logistikprozessen über die Cloud-basierte Lösung AX4.

Die Logistikplattform erlaube es, systemfremde Partner und Prozessbeteiligte in das Projekt einzubinden. „Wir freuen uns auf die neue Zeit“, sagte Gabriele Hennecke, Head of Logistics Execution and IT bei Siemens in der Business Unit Transmission Solutions über den digitalen Wandel in ihrem Business. Statt über einen komplexen, analogen Informationsaustausch ein Projekt zu managen, unterstütze die Cloud einen strukturierten, transparenten und jederzeit verfügbaren Datenaustausch, sagte Hennecke.

„Die Logistik hat durch Digitalisierung die Chance, sich aktiv in Prozesse einzubringen und Dinge nachhaltig zu verbessern“, betonte Frauke Heistermann, Mitglied der Geschäftsleitung beim Veranstalter AXIT und Chief Digitalization Officer (CDO) der Siemens Postal, Parcel & Airport Logistics GmbH. Dennoch sei die Verfügbarkeit von Daten noch immer keine Selbstverständlichkeit. Wer von durchgehend digitalisierten Prozessen wie beispielsweise in der Projektlogistik profitieren wolle, müsse lernen, Daten zu teilen. Heistermann: „Je abgekapselter Daten sind, desto weniger sind sie wert.“

 

Datenqualität wird zum Erfolgsfaktor in der Logistik

Digitalisierung optimiert Planbarkeit und Ökonomie von Lieferketten

Key Visual Daten 350

Die Verfügbarkeit und Qualität von Daten entwickelt sich zum zentralen Erfolgsfaktor bei der Steuerung von Logistikprozessen. Das ist ein Ergebnis des neuen AXIT-Expertenpapiers, das auf Grundlage eines Dialogs mit Managern aus Industrie, Handel und Logistik erarbeitet worden ist.

„Ob Daten zu Gold werden oder zu einem Datenfriedhof, hängt maßgeblich davon ab, inwieweit es Unternehmen entlang der Lieferkette gemeinsam gelingt, das Optimum aus ihren Daten herauszuholen“, kommentiert Christian Wendt, Head of Marketing bei AXIT, einen Aspekt des Round-Table-Gesprächs.

Eine der größten aktuellen Herausforderungen für Unternehmen in puncto Daten ist ihre Qualität. Hier leistet die Digitalisierung einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung, z.B. indem Informationen aus unterschiedlichsten Quellen miteinander verknüpft werden. Somit lässt sich – auf Basis digital vernetzter Prozesse sowie umfassenderer und validierter Daten – die Qualität von logistischen Leistungen steigern: Liefertermine exakter bestimmen, Transportkapazitäten besser auslasten und Personaleinsätze in Umschlagszentren verlässlicher planen.

Grundlage hierfür sind moderne und vernetzte Logistiksysteme. Sie ermöglichen ein neues Maß an Auskunftsqualität und tragen so dazu bei, dass die Beteiligten entlang der Lieferkette mit neuen Informationen und einem umfassenderen Wissen ausgestattet werden. Diese Informationen stehen allen beteiligten Netzwerkpartnern in Echtzeit zur Verfügung – bei Bedarf auch über mobile Endgeräte, überall und zu jeder Zeit.

Auch Hindernisse, die Logistiker auf dem Weg in die digitale Welt überwinden müssen, werden in dem Papier thematisiert. „Unternehmen, die ihre Prozesse digitalisieren wollen, müssen Veränderungsbereitschaft mitbringen und dürfen nicht zu lange zögern“, sagt Wendt mit Hinweis auf das Tempo, das größere Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategie vorlegen.

Das AXIT-Expertenpapier „Datengold oder Datenfriedhof“ kann kostenlos heruntergeladen werden unter www.axit.de/expertenpapier-daten.